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Krokodilstränenphänomen
Als eine sogenannte Residualsymptomatik tritt diese Erscheinung typischerweise nach einer Defektheilung einer Fazialislähmung auf. Allerdings kann diese Erkrankung auch nach Lepra, der chirurgischen Behandlung eines Akustikusneurinoms oder der Osteodystrophia deformans auftreten. Die Tränensekretion kommt dadurch zustande, dass regenerierende parasympathische Geschmacksfasern (gustatorische Fasern) des Nervus intermedius (genauer des Nervus petrosus major als einem seiner Äste) in die Tränendrüse (Glandula lacrimalis) vorwachsen und diese somit fehlinnervieren. Auch beim neuropädiatrischen Marcus-Gunn-Phänomen tritt dieses Phänomen auf.Therapeutisch ist in letzter Zeit von Erfolgen bei der Anwendung mit Botulinumtoxin-Injektionen (Botox) berichtet worden.